Studie zur Nachhaltigkeit:

Die Digitalisierung hat in der Corona-Pandemie einen enormen Schub erfahren. Homeoffice und Lockdowns haben dafür gesorgt, dass Geschäfts- und Privatleben oft online stattfand. Die bereits schon hohe Internetnutzung stieg so noch einmal deutlich an – laut Digitalverband Bitkom von acht auf zehn Stunden täglich. Dadurch steigt als Folge der Datenverkehr und die Datenvolumina im Internet. Studien zufolge verdoppeln sich diese alle drei Jahre.

 

Ein oft vernachlässigter Nebenaspekt der steigenden Digitalisierung ist der Energieverbrauch. Mehr Datenverkehr benötigt mehr Infrastruktur und diese wiederum mehr Energie. GlobalConnect ist sich als Glasfaser-, Netzwerk- und Datacenter-Anbieter dieser Problematik und des Handlungsbedarfs bewusst. „Wir von der Industrie müssen mehr Verantwortung übernehmen. Der erhöhte Datenverkehr verlangt danach. Wir müssen damit anfangen, unseren CO₂-Fußabdruck zu messen, offen darüber zu sprechen und ihn systematisch zu reduzieren“, kommentiert Tue Marker, Head of Customer Technology bei GlobalConnect in Dänemark.

 

Energieverbrauch messen und Klimabilanz zu verbessern

Das Messen dieses Energieverbrauchs ist in der Praxis aufgrund fehlender Standards nicht einfach. Trotzdem ist es als Anbieter wichtig, damit zu beginnen. Als einer der größten Datentransporter der nordischen Region haben wir bei GlobalConnect deshalb die Energieeffizienz unseres Glasfasernetzes gemessen. „Dies ist nur ein Anfang, aber es ist ein erster Schritt und etwas, das wir weiterverfolgen werden. Jetzt haben wir eine Messlatte und die Verpflichtung, beim nächsten Mal einen kleineren Klimafußabdruck zu messen“, so Marker.

 

Der Richtwert liegt aktuell bei 750 kWh pro Jahr oder 80 kg CO₂-Emissionen für eine 1-Gbit/s-Glasfaserverbindung. Laut dem unabhängigen Anbieter von Energieanalysen Eoptimo entspricht der Wert einem A+ Rating auf einer Skala von A-G. Dieses gute Ergebnis ist eine Motivation noch mehr zu tun. So setzt sich GlobalConnect das Ziel weiter den Energieverbrauch zu messen, transparent zu kommunizieren und langfristig die Klimabilanz der Infrastruktur zu verbessern. Tue Marker erläutert: „Ich hoffe, dass der Energieverbrauch irgendwann so detailliert abgebildet werden kann, dass Kunden das Wissen über die Umweltauswirkungen genau aus ihrer digitalen Infrastruktur abrufen können. Sie können dieses Wissen dann nutzen, um fundierte Entscheidungen über die optimalen Lösungen für ihre Bedürfnisse zu treffen.“

 

Unternehmen müssen sich für Netzwerk-Technologien entscheiden

Der erste Schritt zur Digitalisierung bedeutet für Unternehmen sich mit der Basis, sprich einer zukunftssicheren Technologie für Vernetzung und Datentransport auseinanderzusetzen. Glasfaser und 5G sind aktuell Technologien der Wahl. GlobalConnect hat aus diesem Grund Eoptimo beauftragt, den Energieverbrauch von Glasfaser- und 5G-Netzen zu messen und Vergleichswerte zu liefern, die bei der Entscheidung helfen. Hier wurden eine 1 Gbit/s-Glasfaserverbindung mit einer entsprechenden 5G-Verbindung verglichen. Auch hier fehlt noch ein Industriestandard für die Messung. Dennoch kann die Studie den Stromverbrauch während des Betriebs von verbundenen Geräten aufzeigen – nicht jedoch die Installation oder Produktion der Hardware in der Bilanz ebenfalls berücksichtigen.

 

Ergebnis: Eine Glasfaserverbindung verbraucht 85 Watt, die entsprechende 5G-Verbindung 1.157,7 Watt. Die Studie kommt folglich zu dem Schluss, dass Glasfaser im direkten Vergleich 13-mal energieeffizienter als 5G ist und somit das Klima deutlich weniger belastet.

 

Eine falsche Schlussfolgerung wäre jedoch, dass Glasfaser grundsätzlich die bessere Wahl darstellt. Beide Technologien verschaffen uns Zugang zum Internet, aber sie haben jeweils ihre Stärken. Glasfaser sorgt für die stabile Hochgeschwindigkeitsverbindung. 5G ergänzt mobile und flexible Verbindungen, wo Glasfaser nicht verfügbar ist – zum Beispiel unterwegs auf Geschäftsreisen.

 

Fazit: Glasfaser und 5G müssen sich ergänzen

Glasfaser und 5G ergänzen sich. Dabei ist aus Sicht der Nachhaltigkeit und stabiler, hoher Kapazität Glasfaser immer die bessere Wahl. 5G (und kommende Gs) schließen aber Lücken in der flächendeckenden Versorgung. Beide sind notwendig, um den enormen Datenbedarf der digitalen Zukunft zu decken, am ökologischsten – und technisch – besten ist es, jede Technologie für das einzusetzen, wofür sie geschaffen wurde.