Fraunhofer-Institut: Digitalisierung und Glasfaserausbau gewinnt an Fahrt

Das Berliner Fraunhofer-Institut geht mit seinem im Zweijahresrhythmus veröffentlichten Index der Digitalisierung der Frage, wie digital sich Deutschland entwickelt, auf den Grund. Das Fraunhofer-Institut bestätigt, dass der Netzausbau seit 2020 in Schwung gekommen ist. „Nach jahrelanger Kritik am Stand des Breitbandausbaus in Deutschland und dem im internationalen Vergleich geringen Grad an Glasfaserversorgung hat der Netzausbau in 2020 an Fahrt aufgenommen“, heißt es in der Studie.

 

Beim Glasfaser-Ausbau war Berlin bisher der Vorreiter, wurde aber 2021 von Hamburg verdrängt, und wird in diesem Jahr von Bremen auf Platz drei gefolgt. Wir haben unseren Beitrag nicht nur an unserem Standort Hamburg geleistet, sondern auch in Berlin den Ausbau in Corona-Zeiten nach vorn gebracht, wie wir bereits berichteten. Aktuell liegt laut Fraunhofer-Institut Hamburg mit einer breiten Glasfaserversorgung von 71 Prozent deutschlandweit vorn. Sogar mit großem Abstand: Schleswig-Holstein kommt auf 26,3 Prozent. Der Durchschnittswert aller Bundesländer in Sachen Glasfaserversorgung beträgt etwa 11,8 Prozent. Die Schlusslichter der Digitalisierung bilden in diesem Jahr Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

 

Auch hier arbeiten wir mit GlobalConnect daran, mehr Digitalisierung durch bessere Netzwerkanbindung und Infrastruktur möglich zu machen: Eine Kooperation mit DB broadband bemüht sich darum mehr Glasfaser in entlegene Regionen zu bringen. Unsere Kunden erhalten damit nicht nur Netzanschluss, sondern mit uns einen Partner für Digitalisierung, der Geschäftskunden auch Infrastruktur mit Rechenzentren und Services rund um Datensicherheit anbietet.

 

Homeoffice und digitales Leben: Rasante Entwicklung

Digitalisierung ist aber längst nicht mehr nur ein Business-Thema. „Die Digitalisierung verändert und öffnet Gestaltungsmöglichkeiten des tagtäglichen Lebens. Dies betrifft zum Beispiel die Informationsbeschaffung, die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen, gemeinwohlorientiertes Engagement, den Kauf von Waren, die Unterhaltung sowie die Trennung und Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben“, schreibt das Institut.

 

Auch im Bereich „digitales Leben“ sichert sich laut der Studie die Elbmetropole einen Spitzenplatz. Im Bereich Homeoffice teilen sich Hamburg und Berlin Platz 1. Hier beträgt der Anteil der Beschäftigten, die „zumindest gelegentlich das Internet nutzen, um von zu Hause aus zu arbeiten“, rund 70 Prozent. Darüber hinaus bescheinigt die Studie den Hamburger Bürgern eine besonders häufige Nutzung von telemedizinischen Angeboten, zudem landet Hamburg auf Platz drei der aktivsten Internetnutzern (75,3 Prozent).

 

Für private Haushalte stellten wir von GlobalConnect mit HomeNet eine neue Marke vor, die eine Antwort auf die rasant gestiegene Bandbreite im Heimbereich mit schnellem Glasfaserinternet ist. Die Internetnutzung und damit auch die Ansprüche an die Bandbreite haben sich laut dem Institut enorm verändert: „Als ein Grund für den schleppenden Breitbandausbau in Deutschland wurde oft die mangelnde Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen genannt. Mit der Verbreitung von Streaming als Ergänzung oder Ersatz zum klassischen, linearen Fernsehen und vor allem nach den jüngsten Corona-bedingten Erfahrungen wird sich die Nachfrage sicherlich ändern.“

 

HomeNet bringt schnelles Glasfasernetzwerk direkt ins Haus – schon seit 2019 in Stuttgart und aktuell auch in Hamburg-Niendorf. HomeNet bringt nicht nur die Glasfaserkompetenz von GlobalConnect mit, sondern konnte schon 300.000 Kunden in Skandinavien mit schnellem Internet begeistern. Nach Hamburg-Niendorf wird HomeNet bald in Kiel und weiteren Regionen starten.

 

Digitale Verwaltung bewegt sich


Ebenfalls analysiert wurde in der Studie der Bereich E-Government. Im Allgemeinen bescheinigt der Digital-Index der deutschen Bevölkerung hohe Nutzungsraten der digitalen Verwaltung. Demnach haben Mitte 2020 bereit gut 40 Prozent der Bürger über 16 Jahre online einen Antrag bei einer Verwaltung gestellt oder ein Formular übermittelt. „Eine digital affine Bevölkerung weiß digitale Services immer mehr zu schätzen,“ so der Report. Gleichzeitig gibt es noch viel Nachholbedarf, zum Beispiel bei der Antwortzeit der Seiten, Benutzbarkeit auf kleinen Bildschirmen und dem Einsatz von sozialen Medien.

 

Fazit: Mehr Digitalisierung, aber auch höherer Bedarf

Die Digitalisierung bewegt sich – das ist die gute Nachricht – allerdings ist auch der Anspruch viel höher als noch vor wenigen Jahren. „In der Vergangenheit wurde oft die fehlende Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen als ein Grund für den schleppenden Infrastrukturausbau genannt. Mit der kontinuierlich steigenden Nutzung von breitbandintensiven Streamingdiensten und insbesondere durch die höheren Bedarfe infolge der Corona-Pandemie könnte sich das schnell ändern. Um bedeutende Teile des Lebens ins Digitale zu verlagern, wurde ein Großteil beruflicher und privater Zusammenkünfte über Videokonferenz- und Kollaborationstools abgebildet,“ heißt es im Deutschland-Index. Es gibt also keine Ausreden mehr, wenn es künftig um die Frage der Notwendigkeit von schnellem Glasfaserinternet geht.

Deutschland-Index der Digitalisierung als interaktives Onlinewerkzeug.