Die neue Rolle der IT und des CIO

Das Jahr 2020 bescherte IT-Verantwortlichen einen hektischen Frühling. Die Digitalisierung – bei vielen gestern noch ein strategisches Ziel, das man künftig vorantreiben wollte – wandelte sich praktisch über Nacht zur Realität im Tagesgeschäft. Ein großer Teil der Mitarbeiter wechselte von heute auf morgen ins Homeoffice, in vielen Unternehmen musste der Workflow digital komplett neu aufgestellt werden.

Trotz der Hektik lief der digitale Wandel oft gut. Im Jahr 2021 werden viele Unternehmen in ihre IT investieren. Handwerk, Industrie und Dienstleister hatten selten eine gemeinsame Motivation als Grundlage für ihre IT-Strategie – durch die Situation der „neuen Normalität“ ist sie da.

 

Klassische Sicht: Reibungsloser Betrieb


GlobalConnect hat eine Umfrage unter 500 skandinavischen Top-Managern durchgeführt. Die Hälfte der Befragten waren CEOs (Chief Executive Officer) und die Hälfte CIOs (Chief Information Officer). Traditionell waren die beiden Abteilungen nicht besonders im Austausch. Viele denken noch an die klassische Rolle des CIO, bzw. des IT-Leiters, der für die IT und den reibungslosen Betrieb im Serverraum verantwortlich ist. Doch das ändert sich zunehmend.

Wenn es in heutigen Unternehmen eine Rolle gibt, die das letzte Jahr wirklich eine Feuertaufe durchgemacht hat, dann ist es CIO. Viele waren plötzlich bereit, Technologie zu nutzen, um anders zu arbeiten. Plötzlich wurde seine Aufgabe die wichtigste im Management-Team. Oder, wie man es auch betrachten könnte, hat der CIO endlich die Anerkennung erhalten, die sein Thema verdient.

 

IT bekommt Gewicht wie nie zuvor


Der CIO wird seit vielen Jahren als Vorreiter eingesetzt. Er soll zeigen, wie technisch und innovativ die Organisation ist. Oft wird der daraufhin vom Management wieder in die Ecke gestellt. Durch den Massenexodus in die Homeoffices im letzten Frühjahr und die zunehmende Abhängigkeit von IT-Systemen hat die CIO-Rolle bei Management und Mitarbeitern mehr Anerkennung gefunden.

Neue Probleme tauchten auf, andere wurden sichtbar, obwohl noch nie so viele Pläne gemacht worden waren. Für viele Unternehmen wurden Verantwortlichkeiten, die zuvor nicht definiert wurden, möglicherweise zum ersten Mal festgelegt – und viele davon fielen auf den CIO. Mit dieser Entwicklung hat der CIO erreicht, was jeder auf C-Ebene will: Wirkung. Die Frage ist also, wie lange und wo diese Kraft anhält. Verschiedene Trends deuten aber auf eine positive Entwicklung.

 

Homeoffice-Trend bleibt


Die Umfrage zeigt, dass Homeoffices bei Management-Meetings in Unternehmen ein heißes Thema sind. Obwohl etwas mehr als die Hälfte aller CEOs davon ausgeht, dass sich die Homeoffice-Welle beruhigen wird, erwartet ein Viertel, dass es in Zukunft der Homeoffice Anteil steigen wird. Insgesamt haben sich skandinavische Unternehmen in der Corona-Krise sehr gut geschlagen. Sowohl bei den CEOs als auch bei den CIOs, die auf die Umfrage geantwortet haben, haben etwas mehr als 60 Prozent während der Krise keine größeren IT-Herausforderungen erlebt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie aufatmen und sich auf alte IT-Geräte zurücklehnen können.

 

Investitionen in moderneres Netzwerk nötig

Das Homeoffice hat sich als effizient und von den Mitarbeitern erwünscht erwiesen. Selbst mit Nachteilen, wie weniger Überblick unter den Mitarbeitern und weniger Geselligkeit, glaubt knapp ein Viertel aller CEOs, dass das Homeoffice erhalten bleiben wird.

Es gilt sich also für mehr Vernetzung zu rüsten. Über die Hälfte der befragten CIOs antwortet, dass sie weiter in die Infrastruktur investieren müssen. Oft sind die Technologien, die im Einsatz sind, nicht auf dem modernsten Stand. Beispielsweise nur ein Viertel der CIOs hat von SD-WAN zum Aufbau und zur Verwaltung großer interner Netzwerke für Unternehmen gehört.

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